„Wie viel“ Handy braucht ein Kind? – 10 Tipps für Erziehungsberechtigte

01 Smartphone

 

 

TIPP 1:

Smartphone – aber nicht zu früh!
Ein Handy dürfen Kinder jeder Altersgruppe besitzen – eine  allgemeine Faustregel lautet aber, sinnvollerweise nicht vor dem neunten Lebensjahr. Aber: Ein Smartphone empfiehlt sich erst dann, wenn Sie sicher sind, dass Ihr Kind die Gefahren des Internets kennt und weiß, wie es sich schützt. Diese Reife erreichen Kinder ungefähr im Alter von 12 Jahren.

 

02 kindgerechtTIPP 2:

Wählen sie einen kindgerechten Tarif!
Ein Vertrag mit monatlicher Kosten-begrenzung speziell für Kinder und Jugendliche gibt es bei beinahe jedem Anbieter. Besprechen Sie mit Ihrem Kind welche Kosten bei welcher Nutzung entstehen und erklären Sie Zusammenhänge verständlich. Es ist wichtig, dass Sie immer wieder über die entstehenden Kosten für Gespräche, SMS, MMS und Internet sprechen, damit Ihr Kind ein Bewusstsein dafür entwickelt.

 

TIPP 3: 03 Kostenfalle

Achten Sie auf Kostenfallen!
Vorsicht geboten ist bei Zusatzdiensten, Klingeltönen, Apps und Spielen fürs Handy. Diese Angebote sind häufig kostenpflichtig und manchmal sogar echte Kostenfallen. Informieren Sie sich – am besten gemeinsam mit Ihrem Kind – über wirklich kostenlose Angebote. Sicherheitseinstellungen im Gerät und auf der Kontoseite des Anbieters können Kosten vermeiden helfen (beispielsweise bei Auslandsreisen, Überschreiten des Datenvolumens, kostenpflichtige Nummern, Mehrwert-SMS, …. ). Für die Kosten, die sich aus einem Mobil-funkvertrag ergeben, ist stets rechtlich derjenige verantwortlich, der den Vertrag unterzeichnet hat. Dies sind in der Regel die Eltern. Diese sind dann in der Folge auch für die Zahlung der Rechnung verantwortlich.

 


TIPP 4:

Kostenbeteiligung ist Ehrensache!
Beteiligen Sie Ihr Kind an den Kosten, sowohl bei der Anschaffung des Gerätes als auch für die regelmäßige Nutzung. So lernt es nicht nur sein Handy/Smartphone zu schätzen sondern auch verantwortungsvoll damit umzugehen und es sinnvoll einzusetzen. Ein Einnahmen- und Ausgabenplan hilft Ihrem Kind, die Kosten im Blick zu halten.

 

 

TIPP 5:

Persönliche Daten schützen!
Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass ein Smartphone eine Fülle von Daten speichert, ein Großteil davon bezieht sich auf die persönliche Privatsphäre. Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, … verleiten Kinder- und Jugendliche zur Weitergabe und Veröffentlichung persönlicher Daten. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es seine persönlichen Daten immer schützt, indem es vertraulich mit den eigenen Daten umgeht.

 

 

TIPP 6:

Achten Sie auf Sicherheit und Geheimhaltung!
Helfen Sie Ihrem Kind dabei, die Inhalte, seines Handys zu schützen. PIN-Nummer, Fingerprint,  Passwort und Datenverschlüsselung erschweren unerwünschte Zugriffe auf Daten am Smartphone –besonders im Falle eines Diebstahls. Allerdings müssen sie auch wirklich geheim bleiben und sollten nicht einmal besten Freund/innen weitergesagt werden.

 

 

TIPP 7:

Wählen Sie altersgemäße Apps!
Hätten Sie gewusst, das Apps wie Facebook erst ab 13 Jahren, WhatsApp gar erst ab 16 Jahren genutzt werden dürfen? Informieren Sie sich daher, welche Apps für Ihr Kind geeignet sind – die App selber ausprobieren und beurteilen ist ideal. Prüfen Sie auch bei Apps vor dem Herunterladen, welche Daten Ihr Kind von sich angeben muss. Achtung: Das Herunterladen im Appstore ist immer Elternsache, da Eltern für Ihre Kinder haften. Prüfen Sie ruhig von Zeit zu Zeit gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs die installierten Apps.

 

 

Tipp 8:

Die Sache mit der Strahlung!
Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Studien, die eine gesundheitsschädigende Wirkung von elektromagnetischen Feldern eindeutig nachweisen – die Betonung dabei liegt aber auf eindeutig, es gibt viele Hinweise, die langfristige Gesundheits-schädigungen durchaus befürchten lassen . Wenn Sie also sicher gehen möchten: Bei der Auswahl eines Handys können Sie auf den sogenannten SAR-Wert des Handys achten, dieser sollte möglichst gering sein. Praktisch schützen Sie sich und Ihr Kind vor Strahlungseinflüssen, in dem Sie das Handy erst nach aufgebauter Verbindung ans Ohr halten. Empfehlenswert sind Headsets: Sie haben einen separaten Kopfhörer und sorgen für Abstand zwischen Kopf und Antenne. Auch wichtig: ein hochwertiger Kopfhörer, der das Gehör schützt. Aufladung und Aufbewahrung des Gerätes – vor allem in den Nachtstunden – sollten keinesfalls in der Nähe des Kopfes erfolgen – am besten erst gar nicht im Kinder-Jugendimmer.

 

 

TIPP 9:09.1 Begrenzen

Begrenzen Sie die Nutzungszeiten!
Handy/Smartphone-Nutzung sollte zeitlich begrenzt werden. Anders als bei den übrigen digitalen Medien, lässt sich die Zeitdauer jedoch schwieriger festlegen, da Heranwachsende die Geräte spontan immer wieder für kürzeste Zeiteinheiten nutzen. Wichtig ist: es muss täglich medienfreie Phasen geben.
Als Rahmenorientierung zur Nutzungsdauer sollten Kinder nicht länger als 60 Minuten ohne Unterbrechung aktiv sein.

 

 

TIPP 10:

Benimm-Regeln für das Handy!
Im Schulunterricht gilt ganz klar: Das Handy ausschalten oder auf lautlos stellen und wegpacken. An bestimmten öffentlichen Orten (in öffentlichen Verkehrsmitteln, Wartezimmern, …) kann laute Musik, aber auch das Telefonieren, Mitmenschen stören. Leiten Sie Ihr Kind dazu an, mit seinem Mobiltelefon im Zusammensein mit anderen rücksichtsvoll zu sein. Darüber hinaus sollten Sie mit Ihrem Kind „handyfreie Zeiten“ auch in Ihrem Privatbereich vereinbaren. Gehen Sie auf jeden Fall mit gutem Beispiel voran.

 

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